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Nicht jedermanns Sache.
Mülltonnenbilder sagen die einen - für mich liegt in dieser experimentellen Fotografie, die ziemlich viel dem Zufall überläßt, oft mehr Bedeutung, als in der klassischen, braven Fotografie.

Während die klassische Fotografie sehr viel gestalterische Kontrolle bzw. Einflußnahme voraussetzt bzw. ausübt, kann das Experiment Dinge zum Vorschein bringen, die dem Fotografen nicht bewußt sind.
Unsere Wahrnehmung blendet sogar deutlich Sichtbares aus - das Gehirn sortiert vor in "Brauchbares" und "Unwichtiges". Die Kamera ist zunächst unvoreingenommen. Sie bildet alles ab, was sich im Bildfeld befindet. Der Foto-Amateur lernt diesen Effekt schnell kennen, wenn Laternenmasten aus dem Kopf einer/eines Portraitierten wachsen. Ein fortgeschrittener Fotograf kennt diese Effekte, hat gelernt "fotografisch" zu sehen. Er erkennt die Dinge, die auf dem späteren Bild störend wirken. Darauf hin entscheidet er bewußt, ob er bestimmte Elemente im Bild lassen, oder ob er eine andere Perspektive, eine andere Brennweite, einen anderen Bildausschnitt wählen möchte. In dieser Gestaltungsabsicht wird das Ego sichtbar - es will ein Bild in einer bestimmten Art und Weise haben, es übt bewußt und gezielt Kontrolle aus, das Bild wird (bewußt oder unbewußt) für einen bestimmten Zweck, eine bestimmte Zielgruppe optimiert.

Nimmt man diese bewußte Kontrolle wieder zurück, entstehen andere Bilder. Bilder, die keinen Zweck erfüllen müssen. Diese fünf Bilder sind für mich wie Bruchstücke aus Träumen und geben für mich bei kontemplativer Betrachtung durchaus was her.
Finden Sie Ihre eigenen Bilder, die keinen nützlichen Zweck haben - treten Sie in einen Dialog mit diesen Bildern und lassen Sie ihre Geschichte erzählen.

Rechts zwei Aufnahmen, die in der sogenannten "Sandwich-Technik" entstanden sind. Sandwich bedeutet, dass zwei oder mehrere Aufnahmen übereinander gelegt werden, z.B. beim Vergrößern in der Dunkelkammer zwei Negative übereinander oder zwei Dias innerhalb eines Diarahmens.

Die moderne Form des "Sandwich" wird natürlich mit Photoshop oder anderen Programmen realisiert, die über die Möglichkeit verfügen, mit verschiedenen Bild-Ebenen zu arbeiten. Weitere Bildbeispiele dazu im Foto-Blog.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
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