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| Der
Watz Kurzgeschichten
Nachdenkliches
Amüsantes
Käpt'n Blindeye |
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| Der Segelflossensäbelzahnschleimfisch
[lat.
Piscus flossibus seglis igitsibäh auapiek]
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| Vor
langer, langer Zeit, als die Saurier die Welt bevölkerten, lebte im
japanischen Meer ein höchst seltsames Tier; die Haikuh. Sie war perfekt
an ihre Lebensbedingungen angepasst. Wehrhafte Hörner auf dem Kopf
dienten zur Abwehr lästiger fleischfressender Raubtiere. Hohe Stelzenfüße
erlaubten ihr selbst in sumpfigen Gelände nach Futter zu suchen.Eine
dreieckige große Segel-Rückenflosse und eine kräftige Schwanzflosse
ermöglichten der Haikuh eine schnelle und elegante Fortbewegung auf-
und sogar unter Wasser. Zuweilen, wenn sie besonders gut gelaunt war,
veranstalteten die Haikuh´s Segelregatten, was regelmäßig in ausgelassenen
Milchgelagen endete. |
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Die
Segelei wurde erst durch eine Symbiose der Haikuh´s mit den OFKaa´s
möglich. OFKaa´s, eine Spezialform der TA´s, die in großer Zahl
in Schwärmen in den Tiefen der Meere schwimmen, waren durch günstige
Strömungen bis ins obere Wasser, manche sogar bis ins oberste Wasser
getragen worden. An und für sich kleine Fische, hatten sie die Fähigkeit
entwickelt, sich zu imposanter Größe aufzublasen und durch Abspreizen
der Kiemendeckel, verbunden mit Hyperventilation, mächtig viel Wind
zu produzieren. Eine weltweite WIN(D)-Initiative regelte dabei die
Windausstoßrichtung der einzelnen Individuen. Die Lieblingsspeise
der Haikuh´s war Gras. Von Montag bis Freitag ernährte sie sich
ausschließlich von Landgras. Samstag und Sonntag hingegen stieg
sie ins Meer und verleibte sich große Mengen Seegras ein.
Da
Haikuh`s sehr zärtliche Wesen waren,die zur freien Liebe neigten,
vermehrte sich die Population stetig. Dies führte zu einer Entsorgungsproblematik
hinsichtlich der Haikuhfladen. Die Haikuh´s erkannten die Gefahr
und beriefen den Rat der Weisen ein. Diese, auch als „Weißhörner“
bezeichneten Spezialisten, legten nach zweijähriger intensiven Beratung
als Ergebnis ihren Arbeit eine Formel vor. Sie erklärte die Flächenbelastung
durch den Haikuhdung pro Quadrat-Yen (FBHKD/QY) wie folgt:
FBHKD/QY=
2*n*B*Sinus Omega t
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| 2: |
Kuh
ist Paarhufer (stimmt das auch?) |
| n |
Anzahl
der Beine, die bei Fallenlassen des Shiets auf dem Boden stehen |
| B
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Breite
des statistisch zu erwartenden Fladens |
| v |
Viskosität
(Kategorien: flüssig, stichfest, granulatartig, fest) der Shietkonsistenz |
| sinus
omega |
Sinus
des Ausfallwinkels des zukünftigen Fladens |
| t |
Netto-Flugzeit
[gemessen in Giga-Sekunden] |
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Zwischenzeitlich
waren die Dungmassen so angewachsen, daß ein fester, bei Regen jedoch
sehr rutschiger und etwas übelriechender Damm zwischen den japanischen
Inseln und der sibirischen Halbinsel entstanden war. Erst durch
diesen Damm kam jene schicksalhafte Begegnung zustande, deren Folgen
eine neue Tierart werden sollte.
Fortsetzung
folgt
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| Text
und Illustration: (c) Rainer M. Birkholz |
| Der
Autor Rainer Birkholz würde sich freuen, wenn Sie auf http://www.fanconi.de/
vorbeischauen. Fanconi Anämie ist eine Krankheit, an der die beiden
Kinder gestorben sind, für die Rainers "Schmunzelgeschichten"
ursprünglich erfunden wurden. Die Organisation wird v.a. durch
Spenden finanziert. Auch ein Feedback
zu seinen Geschichten ist immer erwünscht. |
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Über
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