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Blicke in eine andere Wirklichkeit
von Elias Erdmann
Es gibt ja eine Menge Bücher,
in denen Naturgeister, Engel, Außerirdische und andere
Wesenheiten zu Wort kommen, und Erstaunliches zu berichten
haben. Das ist hier nicht der Fall. Sehr bodenständig
und systematisch arbeitet sich Elias Erdmann durch ein äußerst
komplexes Thema: die esoterische Symbolsprache.
Anhand von Bibelzitaten erklärt
er beispielsweise den Unterschied zwischen einer wortwörtlichen
Auslegung der Heiligen Schrift und dem in Symbolen verborgenen,
übertragenen Sinn.
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Der Leser muss nichts glauben,
er soll in die Lage versetzt werden, sich ein eigenes Bild
zu machen. In diesem Buch geht es viel, aber nicht ausschließlich
um Bibeltexte. Die Symbolsprache ist ja auch die Sprache unserer
Märchen, der Mythen und nicht zuletzt unserer nächtlichen
Träume.
Elias Erdmann leistet wahrlich
Pionierarbeit: er vergleicht die Symbolsprache mit einer Fremdsprache.
Dabei entsprechen die symbolischen Motive bestimmten Vokabeln
und er leitet auch sehr logische Strukturen ab, die man als
eine Art Grammatik dieser Symbolsprache bezeichnen kann. Wenn
man anfängt, sich mit dieser Sprache zu beschäftigen,
entwickelt man zwangsläufig die Fähigkeit, "zwischen
den Zeilen zu lesen". Man erkennt Zusammenhänge,
mitunter in Aha-Erlebnissen, die einem vor der Lektüre
der Texte nicht aufgefallen wären.
Das Buch eignet sich nicht
für Leute, die nach einem "Praktischen Handbuch
für schnelle Traumdeutung" suchen. Absolut bibeltreue
Christen werden auch nicht viel Freude daran haben. Wer aber
im Geiste offen und bereit ist, sich auf eine sehr komplexe
Thematik einzulassen, wird mit diesem konsequent aufgebauten
und klar strukturierten Buch neue Erkenntnisse gewinnen können.
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