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Es
gibt kaum ein Thema, an dem sich die Gemüter so leicht entzünden,
wie am Geld. Beobachten Sie sich selbst. Was passiert, wenn
Sie das Wort lesen oder aussprechen?
Welche Bilder, Gedanken, Assoziationen kommen dabei hoch? Sprechen
Sie mit anderen Menschen über Geld? Und wenn ja - in welchem
Zusammenhang?
Das
Stichwort "Reichtum" gibt es bei betrachtenswert
schon lange. Weil ich in letzter Zeit in einigen Gesprächen
und Newslettern wieder daran erinnert wurde, ist es wohl an der
Zeit, dieses Thema etwas zu vertiefen. Ich gehe davon aus, dass
jeder Mensch eine ganz individuelle Lebensaufgabe zu bewältigen
hat, also kann es auch hier keine allgemein gültigen Regeln,
Rezepte oder Vorschläge geben.
Zunächst
ist es wichtig, zu definieren, was Reichtum eigentlich bedeutet.
Reichtum ist nicht gleichbedeutend mit der Menge an Geld
oder den materiellen Möglichkeiten, die jemandem zur Verfügung
stehen, auch wenn es von vielen so verstanden wird. Mittlerweile
ist man auch in der westlichen Welt auf dem Weg zu einer kritischeren
Haltung gegenüber dem reinen Materialismus. Bei betrachtenswert
geht es zum Großteil darum, Ruhe, Zufriedenheit und Ausgeglichenheit
zu finden, nach innen zu schauen - Dinge, die es nicht für
Geld zu kaufen gibt. Persönliche Lebensqualität ist Definitionssache.
Das sollte uns aber nicht daran hindern, uns mit der Realität,
dem Alltäglichen zu beschäftigen. Geld ist ein Symbol
für das Alltägliche: An vielen Stellen wird gespart, gehen
Arbeitsplätze verloren. Euro - Teuro - Steuro... Verursachen
diese Zeilen auch bei Ihnen Unbehagen?
Geld
ist nicht alles - aber ohne Geld ist alles nichts?
Die
fetten Zeiten sind vorbei, hört und liest man hier und dort.
Für viele Menschen ist es gerade in diesen Tagen eine neue
Herausforderung, beim bisher gewohnten Lebensstandard Abstriche
zu machen.
Auf Luxus und materiellen Wohlstand zu verzichten,
Bescheidenheit oder gar Askese zu praktizieren ist
nur eine Seite. Gleichzeitig gibt es viele Menschen, für die
es erheblich leichter ist, auf materielle Dinge zu verzichten -
nur um sich nicht den Anforderungen Anderer (z. B. im Arbeitsleben)
stellen zu müssen. Mitunter ist praktizierte Bescheidenheit
ein anderer Ausdruck für Vermeidung oder die Angst,
sich einer Herausforderung zu stellen. Daran ist nichts Verwerfliches.
Wenn Sie zufrieden und glücklich sind, wenn Sie nichts vermissen
und guten Gewissens sagen können: So wie es ist, ist es für
mich völlig in Ordnung - dann brauchen Sie hier nicht weiter
zu lesen. Sollten Sie jedoch eine nagende Unzufriedenheit
spüren, und sich immer wieder dabei ertappen, dass Sie eigentlich
doch ein bißchen mehr vom Leben erwartet haben, dann klicken
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