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Mit wenig Geld über die Runden kommen

Die Aussage "ich bin reich" kann selbst von jemandem stammen, der wenig Geld zur Verfügung hat. Ich weiß nicht, ob es stimmt, aber das Wörtchen "reich" könnte ja auch abgeleitet sein von "es reicht mir zum Leben", im Sinne von "ich komme mit dem aus, was ich habe".

Sparsamkeit und Geiz sind zwei Paar Stiefel
Ein sparsamer Mensch überlegt sich genau, was er sich leisten kann und was nicht. Ein Geizkragen hat jede Menge Geld und behält es krampfhaft für sich, ohne zu wissen wofür. Anders ist es mit Menschen, die ein großes finanzielles Fernziel anvisieren (ein Haus o.ä.): sie müssen zunächst Kapital ansparen, andernfalls verstricken sie sich in viel zu hohen Zinsbelastungen für aufgenommene Darlehen.

Was ein Einzelner zum Leben braucht, richtet sich nicht nur nach seinen Wünschen und Bedürfnissen sondern auch nach den Verpflichtungen, die er zu einem irgend einem Zeitpunkt in seinem Leben eingegangen ist. Wer regelmässigen Unterhaltszahlungen nachkommen oder einen hohen Schuldenberg abarbeiten muss, braucht mehr Geld, um zusätzlich noch seinen eigenen bzw. aktuell laufenden Zahlungen nachzukommen. Oft stimmen Einkommen und Ausgaben nicht mehr überein - die Ausgaben wachsen den Leuten über den Kopf, vor allem wenn jemand seinen Arbeitsplatz verliert oder Vergünstigungen gestrichen werden. Das Einkommen lässt sich nicht beliebig erhöhen, eine Erfahrung die immer mehr Menschen machen müssen. Aber nach jeder Talsohle geht es auch irgendwann mal wieder bergauf...

Rechnen hat noch nie geschadet
Machen Sie folgendes Experiment wenn Sie das nächste Mal in den Supermarkt gehen: schreiben Sie vorher einen Einkaufszettel und schätzen Sie, was Sie dieser Einkauf kosten wird. Dann gehen Sie einkaufen, so wie Sie es immer tun. Nehmen Sie auf jeden Fall den Kassenbon mit.

  • Vergleichen Sie nach dem Einkauf anhand des Einkaufszettels was Sie kaufen wollten und was Sie tatsächlich eingekauft haben.
  • Prüfen Sie , ob die Dinge, die Sie zusätzlich gekauft haben, wirklich nötig sind, oder ob es sich um "Luxusprodukte" handelt, auf die man eventuell verzichten könnte (Süßigkeiten, Zeitschriften, Krimskrams...)
  • Prüfen Sie, ob Sie mit Ihrer Schätzung für den Preis der zuvor aufnotierten Waren einigermaßen richtig getippt haben
  • Prüfen Sie, ob Sie Markenprodukte gekauft haben, die es vielleicht in ähnlicher Qualität für weniger Geld von einem no-name Anbieter gibt.

Besorgen Sie sich ein Behältnis, in das Sie konsequent den Differenzbetrag, den Sie bei Ihren Einkäufen gespart haben (oder hätten sparen können) hineingeben. Sie werden vielleicht staunen, wie viel Geld sich hier im Laufe eines halben Jahres angesammelt hat.

 

Aus Hans-Peter Zimmermanns Power-Letter stammt folgender Hinweis:

Etwas weniger nützlich, aber dennoch ganz interessant, ist dieser Online-Kalkulator.
Man tippt ein, wieviel Geld man pro Monat zum Leben braucht, und kriegt als Antwort die Geldsumme, die man bräuchte, um von den Zinsen leben zu können. (...)

Ach so, wenn Ihr Euch selbst so einen Kalkulator basteln wollt, hier gibt's Hilfe

 
Wie man einen Finanzplan erstellt und richtig haushaltet, kann man ebenfalls lernen. Stephan Kaiser zeigt in seinem Online-Kurs, wie das geht.
Viel Erfolg beim Reichwerden... und viel Spaß dabei!
 
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