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Zufriedenheit

Wer wird Millionär?
Hinter dem Wunsch Millionär zu werden stecken oft verborgene Wünsche und Sehnsüchte, die sich auch ohne Geld verwirklichen ließen: Anerkennung, Beachtung, Wertschätzung, Selbstvertrauen, Ausstrahlung... Geld ist ein Mantel, mit dem sich reale oder vemeintliche Mängel mehr oder weniger gut verdecken lassen. Wer seinen Reichtum deutlich zeigt, wird von Menschen hofiert. Um dieselbe Behandlung als Durchschnittsmensch zu erzielen, sind erheblich größere Anstrengungen erforderlich.

Zufriedenheit ist ein geistiger, kein materieller Zustand. Zufriedenheit hat mit den Ansprüchen und Erwartungen zu tun, die Sie an sich selbst haben. Viele Menschen versuchen auch, die Ansprüche und Erwartungen ihrer Familie, ihrer Verwandten, Freunde und Vorgesetzten zu erfüllen und mühen sich jahrelang ab, nur damit alle das bekommen, woran sie sich irgendwann gewöhnt haben. Manche haben auch die Vorstellung, ein bestimmtes Image erfüllen zu müssen. Das Leben wird zu einer fremdbestimmten Tretmühle - emotional und finanziell. Das Geld, das man verdient, dient vielfach dem Erfüllen fremder Ziele und Bedürfnisse. Und es ist scheinbar immer zu wenig da. Dieses Gefühl von Mangel führt zu Ohnmacht und Hilflosigkeit, es entwickeln sich Neid und Geiz. Daher hat Geld einen so schlechten Ruf. Doch es ist nicht das Geld an sich, sondern unser Gefühl von Mangel, das die schlechten Eigenschaften hochkommen lässt.

Es lohnt sich, an diesem Gefühl von Mangel anzusetzen und aus einem Armutsbewußtsein ein Reichtumsbewußtsein bzw. ein Gefühl von Zufriedenheit zu machen.

Wer nicht mit dem zufrieden ist,
was er hat,
der wäre auch nicht zufrieden,
wenn er bekäme,
was er haben möchte.

Berthold Auerbach

Dazu passt auch folgende Meldung, gefunden bei Bild der Wissenschaft:

Rubrik: Psychologie
Geld allein macht nicht glücklich....

Was bisher eine tröstende Volksweisheit für den Normalverdiener war, ist nun wissenschaftlich untermauert. US-amerikanische Psychologen fanden heraus, dass auch reiche Materialisten unzufrieden sind, wenn sie das Gefühl haben, sich Konsumgüter nicht leisten zu können.

Nachdem diese Seiten schon fast fertig waren, unterhielt ich mich mit einem Bekannten über das Thema. Kurzerhand brachte er mir einen Stapel Bücher - sie stammen von der vorherigen Autorengeneration. Bereits in den 70er und Anfang der 80er gab es Bücher mit fast denselben Inhalten, denselben Klagen über Geld. John Selby schreibt in seinem Buch Gesunde Liebe zum Geld: "Bäume sind ein wertvoller Schatz und sollten nicht dazu gefällt werden, dass auf Papier etwas wiederholt wird, was andere bereits zum Thema gesagt haben." Aber offensichtlich braucht es einige Zeit, bis sich andere Denkmöglichkeiten herumsprechen. Vielleicht gibt es in einer fernen Zukunft eine Gesellschaftsordnung, die ohne Zahlungsmittel auskommt. Doch im Augenblick ist Geld Teil unserer täglichen Realtität - wir kommen nur schwer daran vorbei. Es liegt ganz an Ihnen, ob Sie Geld weiterhin verachten, es lieben oder wertfrei betrachten wollen. Entscheiden Sie selbst, was Ihnen gut tut.

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