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Stress und Burnout: Was kann ich tun?

Man verliert die meiste Zeit damit,
daß man Zeit gewinnen will.

John Steinbeck

 
 
  • Was ist Stress?
  • Woran erkenne ich, ob ich überfordert bin?
    • Stresstypen
    • Allgemeine Symptome
    • Körperliche Symptome
    • Checkliste
  • Dem Stress zuvorkommen
  • Regelmäßig innehalten

Was ist Stress?

Stress ist die körperliche Reaktion auf einen Reiz - dieser Reiz kommt meistens von außen (exogener Stress), kann aber auch von innen kommen (endogener Stress). Das heißt: wir selbst können uns durch unsere Gedanken und Befürchtungen mächtig stressen.
Grundsätzlich ist Stress eine sehr sinnvolle Einrichtung, denn durch die Aktivierung unseres Flucht/Kampfverhaltens soll unser Überleben gesichert werden. Doch unsere Lebensumstände haben sich geändert, heute wird der Stress zum Problem - nicht selten zu einem lebensbedrohenden.
Wir unterscheiden positiven, motivierenden Stress (Eu-Stress) und negativen, belastenden Stress (Dis-stress). Ein gewisses Maß an Stress ist normal, wenn der Körper bzw. der ganze Mensch Gelegenheit findet, sich ausreichend zu regenerieren und zu erholen. Doch häufig ist die Stress-Dosis zu hoch. Noch bevor der Mensch seine Energiereserven - seinen Akku - wieder richtig aufgeladen hat, wird er erneut gestresst: Die Energiereserven sinken. Geschieht dies immer wieder, entsteht Überforderung und der erste Schritt in einen Teufelskreis ist getan.

Es gibt eine ganze Reihe von Situationen, die uns im klassischen Sinn "stressen", also auch körperlich. Oft ist uns das gar nicht so bewußt. Wir empfinden solche Situationen als belastend, anstrengend. Beispiele für solche Situationen sind

  • Todesfälle
  • Trennung oder Scheidung vom Lebenspartner
  • schwere Krankheiten, Unfälle
  • Übergangssituationen jeder Art: von der Ausbildung in den Beruf oder vom Beruf in den "Ruhestand", Jobwechsel, Umorganisationen in der Firma, Umzug, Arbeitslosigkeit
  • Familienzuwachs, Hochzeiten
  • Finanzielle Probleme, Prüfungssituationen, Ärger mit Verwandten, Vorgesetzten oder nahestehenden Personen,
  • Veränderungen in persönlichen Routineabläufen, wie z.B. neue Arbeitsbedingungen, Ess- oder Schlafgewohnheiten u.v.m.

Woran erkenne ich, ob ich überfordert bin?

Ob jemand getresst ist, hängt vom subjektiven Empfinden und von verschiedenen Rahmenbedingungen ab. Während einige Menschen "eiskalt zusehen" können, brechen andere schon bei Kleinigkeiten in Tränen aus und gelten als "nicht belastbar".
Man unterscheidet grundsätzlich zwei Stresstypen:

a) Der alarmierte Stresstyp
Er ist aktiv, neigt zu Flucht oder Angriffsverhalten und bewegt sich ständig an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit. Solche Menschen neigen zu Erkrankungen des Herz-/Kreislaufsystems und des Gefäßsystems.

b) Der defensiver Stresstype
Er wirkt in belastenden Situationen wie gelähmt oder wie eingefroren. Solche Menschen neigen zu Störungen des vegetativen Nervensystems, haben Probleme mit der Atmung oder mit dem Verdauungssystem.

Darüber hinaus gibt es aber auch Mischtypen, bei denen komplexe gesundheitliche Beschwerdebilder auftreten können.

Es gibt einige physiologische (körperliche) Signale, die für akuten Stress typisch sind:

  • erhöhte Pulsfrequenz, Herzrasen
  • erhöhte Atemfrequenz
  • erhöhte Muskelaktivität
  • erhöhte Schweißproduktion
  • Aktivierung der Zucker- und Fettreserven

gleichzeitig reduziert sich die Verdauungstätigkeit, die Haut wird schlechter mit Nährstoffen versorgt, die Sexualfunktion wird blockiert, das logische Denken wird von reflexartigem Handeln abgelöst und die emotionale Situation ist von Wut und/oder Angst geprägt.

Bei Dauerstress führen diese körperlichen Reaktionen langfristig zu bestimmten Beschwerdebildern:

  • Muskelverspannungen, v.a. im Nacken-/Schulterbereich oder Rücken, mitunter auch Kopfschmerzen
  • erhöhter Cholesterinspiegel -> Arteriosklerose -> erhöhtes Risiko für Herzinfarkt / Schlaganfall
  • Schwächung der Immunabwehr
  • Verdauungsstörungen
  • Störungen der Libido und des Sexuallebens

Bevor diese körperlichen Störungen von einem Arzt diagnostiziert werden, gibt es jedoch eine Reihe von allgemeinen Symptomen, die bei der Einschätzung helfen, ob und in welchem Maß jemand unter Stress steht. mehr

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