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Ziele formulieren - die SMART-Regel

  Jemand der seine Ziele immer
  erreicht, steckt sie vielleicht
  nicht hoch genug.

Albert Schweitzer

 

Für das Formulieren von Zielen gibt es einige Regeln, die sich in der Praxis als hilfreich erwiesen haben. Werden Ziele nach diesen Regeln formuliert, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass man seine Ziele auch erreicht. Das hängt mit den psychologischen Mechanismen zusammen, denen wir alle unterliegen. Man könnte auch sagen: um den inneren Schweinehund zu überwinden, muss man sehr SMART sein. SMART bedeutet in der englischen Sprache unter anderem auch clever.

Als Abkürzung wird SMART in der Zielformulierungs-Welt verwendet für:

S: Selbstbezogen
M: Messbar
A: Aktionsorientiert | ausführbar | akzeptabel
R: Realistisch
T: Terminiert

Selbstbezogen heißt: was kann ICH tun, damit dieses Ziel erreicht wird? Ziele, die davon abhängen, dass andere Leute etwas verändern oder für uns tun, werden eher selten erreicht. D.h. ICH werde aktiv, um mein Ziel zu erreichen, und warte nicht auf "günstige Umstände", die sich dann doch leider niemals einstellen.

Messbar heißt: es gibt konkrete Kriterien, an denen ich erkennen kann, ob das Ziel erreicht wurde oder nicht. Beispiel: Gewichtsreduzierung um 2 - 5 - 10 ... Kilo.

Aktionsorientiert oder ausführbar heißt: die Art und weise, in der ich das Ziel formuliere, sorgt dafür, dass ich auch tatsächlich etwas aktiv tue - und ist positiv formuliert. Beispiel: "ich genieße jeden Tag eine leckere Mahlzeit aus Obst und Gemüse" statt "ich esse weniger". Das Ziel muss in jedem akzeptabel sein, sonst sind die inneren Widerstände zu groß: Ein Ziel zu erreichen hat auch meistens einen Preis. Wenn man nicht absolut sicher ist, dass man bereit ist, diesen Preis zu bezahlen, sollte man sein Ziel überdenken. Beispiel: eine berufliche Veränderung, die einen Ortswechsel erfordert. Wenn die Familie nicht mitzieht, wird ein solches Ziel zu Konflikten führen und schwer zu erreichen sein.

Realistisch heißt: ich formuliere mein Ziel so, dass ich selbst davon überzeugt bin, dass ich es wirklich erreichen kann. Es nützt nichts, sich vorzunehmen 20 Kilo abzunehmen, wenn man insgeheim davon überzeugt ist, dass man das nicht durchhalten wird.

Terminiert heißt: es gibt ein konkretes Datum, an dem das Ziel erreicht sein muss.

Ein sehr wichtiger Aspekt, der ganz oft vernachlässigt wird, ist die Frage, ob die Ziele, die man sich steckt, wirklich die eigenen Ziele sind. Nicht selten machen wir die Ziele anderer zu unseren eigenen. An dieser Stelle lohnt es sich, auch mal darüber nachzudenken, ob das eine oder andere Ziel nicht vielleicht doch eher dem Wunschdenken eines Partners, der Eltern oder der Familie entspringt, und mit dem, was uns am Herzen liegt, vielleicht gar nicht so viel zu tun hat.

Will ich dieses Ziel wirklich erreichen? Und wenn ja: warum? Gibt es vielleicht einen ganz anderen Aspekt, der hinter diesem Ziel verborgen ist?
Jemand, der sein ganzes Leben lang einen Ferrari kaufen möchte, will vielleicht nur andere Menschen beeindrucken - und möglicherweise gibt es weitaus günstigere und effektivere Möglichkeiten, bei anderen einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Hinterfragen Sie Ihre Ziele auch gelegentlich, bevor Sie sich neue stecken!

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