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Für
das Formulieren von Zielen gibt es einige Regeln, die sich in der
Praxis als hilfreich erwiesen haben. Werden Ziele nach diesen Regeln
formuliert, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass man
seine Ziele auch erreicht. Das hängt mit den psychologischen
Mechanismen zusammen, denen wir alle unterliegen. Man könnte
auch sagen: um den inneren Schweinehund zu überwinden, muss
man sehr SMART sein. SMART bedeutet in der englischen Sprache unter
anderem auch clever.
Als
Abkürzung wird SMART in der Zielformulierungs-Welt verwendet
für:
S:
Selbstbezogen
M: Messbar
A: Aktionsorientiert | ausführbar | akzeptabel
R: Realistisch
T: Terminiert
Selbstbezogen
heißt: was kann ICH tun, damit dieses Ziel erreicht wird?
Ziele, die davon abhängen, dass andere Leute etwas verändern
oder für uns tun, werden eher selten erreicht. D.h. ICH werde
aktiv, um mein Ziel zu erreichen, und warte nicht auf "günstige
Umstände", die sich dann doch leider niemals einstellen.
Messbar
heißt: es gibt konkrete Kriterien, an denen ich erkennen kann,
ob das Ziel erreicht wurde oder nicht. Beispiel: Gewichtsreduzierung
um 2 - 5 - 10 ... Kilo.
Aktionsorientiert
oder ausführbar heißt: die Art und weise, in der
ich das Ziel formuliere, sorgt dafür, dass ich auch tatsächlich
etwas aktiv tue - und ist positiv formuliert. Beispiel: "ich
genieße jeden Tag eine leckere Mahlzeit aus Obst und Gemüse"
statt "ich esse weniger". Das Ziel muss in jedem akzeptabel
sein, sonst sind die inneren Widerstände zu groß: Ein
Ziel zu erreichen hat auch meistens einen Preis. Wenn man nicht
absolut sicher ist, dass man bereit ist, diesen Preis zu bezahlen,
sollte man sein Ziel überdenken. Beispiel: eine berufliche
Veränderung, die einen Ortswechsel erfordert. Wenn die Familie
nicht mitzieht, wird ein solches Ziel zu Konflikten führen
und schwer zu erreichen sein.
Realistisch
heißt: ich formuliere mein Ziel so, dass ich selbst davon
überzeugt bin, dass ich es wirklich erreichen kann. Es nützt
nichts, sich vorzunehmen 20 Kilo abzunehmen, wenn man insgeheim
davon überzeugt ist, dass man das nicht durchhalten wird.
Terminiert
heißt: es gibt ein konkretes Datum, an dem das Ziel erreicht
sein muss.
Ein
sehr wichtiger Aspekt, der ganz oft vernachlässigt wird, ist
die Frage, ob die Ziele, die man sich steckt, wirklich die eigenen
Ziele sind. Nicht selten machen wir die Ziele anderer zu unseren
eigenen. An dieser Stelle lohnt es sich, auch mal darüber nachzudenken,
ob das eine oder andere Ziel nicht vielleicht doch eher dem Wunschdenken
eines Partners, der Eltern oder der Familie entspringt, und mit
dem, was uns am Herzen liegt, vielleicht gar nicht so viel zu tun
hat.
Will
ich dieses Ziel wirklich erreichen? Und wenn ja: warum? Gibt es
vielleicht einen ganz anderen Aspekt, der hinter diesem Ziel verborgen
ist?
Jemand, der sein ganzes Leben lang einen Ferrari kaufen möchte,
will vielleicht nur andere Menschen beeindrucken - und möglicherweise
gibt es weitaus günstigere und effektivere Möglichkeiten,
bei anderen einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
Hinterfragen
Sie Ihre Ziele auch gelegentlich, bevor Sie sich neue stecken!
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