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| Die "Ayurvedischen
Treatments" |
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Ganz
zu Beginn der Behandlung gibt es auch hier eine erste Informationssitzung
mit dem Arzt, in der man über vorhandene Wehwehchen berichtet.
Dr. Nalin spricht sehr gut Englisch und lernt wahrscheinlich im
Lauf der Zeit auch Deutsch. Er hat nicht nur ayurvedische, sondern
auch westliche Medizin studiert, und betreut und begleitet seine
Patienten über den ganzen Tag. Für Fragen hat er immer
ein offenes Ohr. Vattersgarden ist erfreulicherweise eine kleine,
familiäre Anlage mit nur wenigen Gästen, meistens sind
es Einzelreisende oder Paare, die sich für eine Kur entscheiden.
Für Familien mit Kindern ist die Anlage weniger geeignet.
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Dr.
Nalin achtet sehr auf seine Gäste
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Vor
einiger Zeit haben sich Vatters dazu entschieden, nur noch Ayurveda-Gäste
aufzunehmen. Damit ist gewährleistet, dass der ayurvedische
Tagesablauf ungestört vollzogen werden kann, und dass die Gäste
auch die Ruhe finden, die nach einzelnen Anwendungen nötig
ist. Zur intensiven ärztlichen Betreuung gehört auch,
dass Dr. Nalin dem Küchenpersonal genaue Anweisungen gibt,
wer welche Speisen zu essen bekommt. Mogeln ist fast unmöglich,
neugieriges Naschen vom Nachbarteller durchaus erlaubt. Manche Gemüsesorten
oder Früchte kennen wir Europäer eben nicht... Aber wir
haben am eigenen Leib erfahren, dass jede Form von Nahrung einen
deutlichen Effekt auf den Körper hat!
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Ayurvedisches
Mittagessen.
Man beachte oben links die Schale mit den gekochten Knoblauchzehen...
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Nach
der ersten Sitzung bei Dr. Nalin bekamen wir unsere "Treatment
Plans" - die Behandlungspläne, jeden Tag einen neuen.
Meist waren es fünf Behandlungen à 30 Minuten, verteilt
über den Tag, abgestimmt auf den Typ und die aktuelle Befindlichkeit.
Eine Woche Kur wäre uns zu kurz erschienen, 10 Tage sollten
es schon sein. Die Umstellung auf die ayurvedische Ernährung
fiel uns relativ leicht, mal abgesehen von den trockenen Bohnen
zum Frühstück. Aber einen oder zwei Tage lang hält
man auch das mal aus.
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Kopfmassage
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Die
Behandlungen beginnen sanft mit Inhalationen, Gesichts- und Fußmassagen,
steigern sich dann über Kopf-, Nacken, Rücken- und Ganzkörpermassagen
bis hin zu den bekannten ausleitenden Stirngüssen (Shirodara)
und Ganzkörper-Ölbädern. Ich glaube ich habe in meinem
ganzen bisherigen Leben noch nie so viel Öl verbraucht, wie
während dieser einen Kur!
Dazu gab es ausserdem Vollbäder zwischen frischen würzigen
Blättern und Kräutern, Schwitzen im Dampfbad, und natürlich
das berüchtigte Panchakarma, die Reinigung des Magen-Darm-Traktes.
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Dampfbad
im "Schwitzkasten"
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Es
gibt verschiedene Formen der Entschlackung. Eine wird eingeleitet
durch den frühmorgendlichen Genuß von Kokosmilch, hübsch
serviert frisch vom Baum mit Strohhalm - angereichert mit sanft
abführenden Medikamenten. Wenn man sich bis mittags ausreichend
erleichtert hat, bekommt man ein bißchen Reis, kaltes Wasser
und ausnahmsweise eine Kanne gesüßten Kaffee. Sofort
ist der das Panchakarma gestoppt. Ich sehe Kaffee und Kaltgetränke
seither mit neuen Augen. Und abends gibt's schon wieder lecker Essen.
Ayurvedische Küche ist übrigens nicht vegetarisch. Es
gibt auch Fisch und Geflügel zu futtern.
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Stirnguss
"Shirodara" - Violet und Mali in Aktion
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Ach
ja: eine Behandlung wird mir ganz besonders gut im Gedächtnis
bleiben: die sogenannte "Herbal Permentation". Nachdem
mich Violet und Mali ordentlich eingeölt und durchgeknetet
hatten, brachte Pushpa seltsame runde Stoffsäckchen, die verdächtig
nach Küchenkräutern rochen. Diese Säckchen waren
feucht und heiß, und ich wurde von oben bis unten mit diesem
appetitanregenden Kräutermix eingetupft. Auf meine Frage, ob
man gedenke, mich in Öl und Kräutern eingelegt als Hühnchen
zum Abendessen zu servieren, erntete ich ein amüsiertes Lachen.
Wenn
Sie noch können, dann finden Sie hier Bilder und einen Bericht
von unserem Tagesablauf in Vattersgarden.
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...ausgeweitet
auf den ganzen Körper: Ölbad
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