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GESUNDHEIT ... wünschte
man sich früher jedes Mal, wenn jemand niesen musste. Ist
neuerdings nicht mehr "in", laut Knigge, denn das sei eine
Floskel, hinter der nichts stecke. Mann solle sich was "Persönlicheres"
stattdessen einfallen lassen. Und: der Nieser muss sich jetzt
auch noch entschuldigen. Jemand, der wie ich über viele Jahre
hinweg unter chronischem Dauerschnupfen litt und im Sommer
zusätzlich von Heuschnupfenschüben geplagt war, weiß, was
das bedeutet: sich bis zu 50 mal am Tag entschuldigen. Ob
das für die Psyche besonders heilsam ist? Wie dem auch sei,
mein Schnupfen hat sich mittlerweile in Wohlgefallen aufgelöst.
Wie mir das gelungen ist, möchte ich beschreiben - um anderen
Leuten Mut zu machen, sich nach zahllosen vergeblichen Arztbesuchen
doch noch einmal mit ihrem Krankheitsbild zu beschäftigen.
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Krankheiten, insbesondere chronische,
sind nach meiner Erfahrung sehr komplexe Prozesse,
die sich nicht einfach durch die Gabe eines oder mehrerer
Medikamente beheben lassen. Auch homöopathische oder alternative
Behandlungsmethoden helfen nur zum Teil. Die Entstehung meines
Krankheitsbildes war ein kontinuierlicher, fast schleichender
Prozess, der schon früh in der Kindheit begann - und sich
erst umkehrte, als ich anfing, meine Krankheitsgeschichte
aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.
Ausschlaggebend waren die Bücher Krankheit
als Weg und Schicksal
als Chance. Ich hatte mich lange geweigert, diese
Bücher zu lesen, hielt sie für Unsinn und meine chronische
Bronchitis für "gottgegeben". Das ist halt so, antwortete
ich, wenn ich wieder mal den 36er Pack Papiertaschentücher
in den Einkaufswagen packte. Tragischerweise verschlimmerte
sich mein Zustand Jahr für Jahr: Untergewicht, chronische
Bronchitis, chronischer Schnupfen, bis hin zu leichtem Asthma.
Als ich eines Morgens eine Reitstunde vorzeitig beenden mußte,
weil mir schlichtweg die Puste und die Kraft fehlten weiterzumachen,
war der Moment des Umdenkens gekommen...
Ich fing an, mich mit meiner
Biografie zu beschäftigen und die unangenehmen Fragen
zu beantworten, die in Thorwald Dethlefsens Buch gestellt
werden. Parallel dazu beschritt ich durch das Lernen von Entspannungstechniken
und regelmäßige Meditation den Weg nach innen. Mein
Selbst-Bewußtsein nahm zu. Mein Leben wurde stressfreier,
weil sich nach und nach eine größere Gelassenheit einstellte.
Es gab immer weniger Situationen, in denen ich "die Nase voll
hatte". Und wenn doch, dann war der Schnupfen kein lästiger
Feind mehr, sondern ein wichtiger Indikator dafür, dass ich
irgendetwas anders machen sollte. Knigge
hat sich das sicher anders gedacht, aber wenn beim Niesen
eine Entschuldigung angebracht ist, dann ist es eine Entschuldigung
sich selbst gegenüber.
Was
ist Krankheit?
In meinen Augen ist Krankheit ein Signal für ein Ungleichgewicht,
das man in vielen Fällen selbst mit verursacht hat. Zum Beispiel
durch ungesunde Lebensführung (zu viel Zigaretten,
Alkohol, Süßigkeiten etc.), durch psychische und physische
Überforderung und/oder durch das Gegenteil: zu große
Trägheit und mangelnde Bewegung. Der Kern des
Übels, wenn ich versuche ein allgemein gültiges Resümee zu
ziehen ist: mangelnde Achtsamkeit. Wir sind unaufmerksam mit
uns selbst und haben nie wirklich gelernt, unsere körperlichen
Bedürfnisse "realistisch" wahrzunehmen. Wir ignorieren
sie und kasteien uns überflüssigerweise - oder übertreiben
es maßlos und gestehen uns alles zu, obwohl wir wissen, dass
uns die fünfte Tüte Chips mit Sicherheit fett macht. Körperliche
Gesundheit ist für mich ein wesentlicher Aspekt von Lebenskunst.
Eine
Lösung?
Die goldene - sprich: die eigene Mitte finden.
Der
Weg?
Bewußtheit und Achtsamkeit, Selbstbeobachtung - und ein gewisses
Maß an Disziplin.
Die
Methoden?
Derer gibt es viele. Sie kennen den klassischen
Streit zwischen Schulmedizinern und den alternativen Heilmethoden.
Auch hier plädiere ich für einen sinn- und maßvollen
Weg. Es mag Menschen geben, die sich quasi "gesund meditieren"
können. Menschen mit schweren Erkrankungen brauchen Medikamente
- spirituelle und geistige Übungen sind eine gute Ergänzung,
aber keinesfalls ein Ersatz für medizinische Behandlungen.
Das Internet ist eine wahre
Fundgrube für Informationen zum Thema Wellness und Gesundheit.
Es macht keinen Sinn, bei betrachtenswert
alles neu zu erarbeiten. Statt dessen werde ich zum Themenkomplex
"Gesundheit - Fitness - Schönheit" das zusammentragen,
was mir aus meiner persönlichen Sicht betrachtenswert
erscheint, oder Dinge vorstellen, die bei mir gewirkt haben.
Vielleicht haben Sie auch gute Linktipps. Schicken
Sie sie mir.
Welcher Weg für Sie
der Richtige ist, können nur Sie selbst herausfinden.
In jedem Fall sollten Sie - bei aller Selbstfindung -
im Falle schwerer Erkrankungen weiterhin Ihre Medikamente
nehmen und Ihren Hausarzt zu Rate ziehen. Klassische Medizin
und psychologische, "ganzheitliche" Ansätze
gehören zusammen. Ich wünsche Ihnen, so wie es bei
mir der Fall war, dass der Arzt eines Tages zu Ihnen sagt:
Sie brauchen diese Medikamente nicht mehr.
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Plädoyer
für Schamanen
"Heilkunst erfordert mehr als High-Tech. Psychologische
und immunologische Erkenntnisse legen nahe: Beim Arzt
der Zukunft sollte der Patient als Einheit von Körper
und Seele künftig wieder in den Mittelpunkt rücken.
"
Ein
Artikel zu diesem Thema war vor einigen Jahren bei Bild
der Wissenschaft zu lesen und ist auf unerklärliche
Weise in den Weiten des Netzes "verloren gegangen".
Das
Gesundheitsnetz Nord (Bremer Kliniken) hat zwar nichts
über Schamanismus anzubieten, aber einen interessanten
Artikel
zu Psychosomatik.
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Buchtipps
zum Thema Gesundheit
Links
zum Thema Gesundheit - Fitness - Schönheit....
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