| Schönheit
Aus dem Lebenswert-Newsletter
vom 13.02.2001
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Toms Eck: Schoen
sein
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Letztens schrieb
ich eine Mail.
Und hier verwendete ich die Formulierung:
"Wir zwei schoenen" .
Ich habe mir nix
weiter dabei gedacht - sagt man halt so.
Als Antwort kam, dass die Person sich selbst nicht fuer
"schoen" hielte - ob ich denn denke, ich sei "schoen"
?
Eine gute Frage.
Selbstverstaendlich
musste ich hart ueberlegen.
Nach eine geschlagenen Viertelmillisekunde tippte ich die Antwort
ein:
JA.
Meinem Gegenueber
blieb die Luft weg -
Empoerung ueber solche Vermessenheit und Arroganz machte sich breit.
Denn schoen sein,
das "darf man nicht".
Schoen sind nur Stars, Beruehmtheiten und die Frauen in der
Palmers Werbung - unerreichbare Uebermenschen sind schoen.
Der oder die von nebenan - kann ja gar nicht sein.
Ich selbst ? Steinigt
ihn (oder kreuzigen - hat sich als probates Mittel gegen Aufruehrer
und arrogante Schnoesel bewaehrt)!
Was ist das fuer
eine Welt, in der du nicht sehen darfst,
dass du ein wunderschoener, einzigartiger Mensch bist ?
Wer verbietet
es dir ?
Ich weiss von
PartnerInnen, die ihren Partnern immer wieder
reindruecken, schoen seien diese nicht.
Das hat den Vorteil, der andere fuehlt sich schlecht und ist
"dankbar" um die Beziehung - und der Manipulator muss
sich nicht mehr um sich selbst kuemmern - hat die Erlaubnis,
sich "gehen zu lassen".
Ich weiss von
Zeitschriften, die leben jede Woche neu davon,
dass ihre LeserInnen glauben, nicht schoen zu sein.
Ich weiss von
TV-Sendungen ...
Ich weiss von milliardenschwere Firmen ...
Du sollst dich
selber nicht erkennen, denn dann haetten alle
oben aufgefuehrten keine Existenzberechtigung mehr.
Und das wollen
DIE nicht.
Doch wie immer,
da gibt es noch einen:
Wer von sich sagt, er/sie sei nicht schoen - derdiedas macht sichs
leicht:
Voll Selbstmitleid
kann man nun durchs Leben gehen und den anderen und sich was vorleiden.
Mitleid und Aufmerksamkeit bekommt man genug.
Und immer, wenn
mal was daneben geht, dann kann man sich selbst bestaetigen, dass
man sowieso nix wert ist, und nicht schoen ... und dann bekommt
man von "guten Freunden" noch mehr Mitleid, Aufmerksamkeit
und Zuspruch. Gleichzeitig hat man die Ausrede parat, warum man
sich nicht einmal bemuehen muss - wie praktisch.
Nun, was brauche
ich, um schoen zu sein ? Wie kann ich schoen werden ?
Diese Fragen an
sich sind vollkommen falsch gestellt.
Gehs anders an:
Was findest
du schoen ?
Den sternklaren Nachthimmel.
Den Sonnenuntergang.
Hawaii ...
Wenn eine Katze schleicht und schmust.
All das kannst
du sehen - nur dich selbst, da verschliesst du die Augen.
Du bist ein Teil
des Kosmos. O.K. ?
Der Kosmos ist schoen - findest du nicht ?
Und was folgt daraus unweigerlich fuer dich ?
Die Frage ist
niemals, wie du schoen werden kannst.
Die Frage ist einzig:
WANN erkennst du deine Schoenheit ?
Also, morgen fragt
dich irgendwer: "Bist du schoen ?"
Was moechtest
du darauf sagen ?
Was wirst du darauf sagen ?
Wenn diese beiden
Fragen nicht identisch beantwortet werden
... dann weisst du ja, ueber was du dir naechste Woche Gedanken
machen kannst, wenn du willst.
LEBENSWERT ist,
ploetzlich erkennen, dass man schoen ist.
Quelle: www.lebenswert.de
(Newsletter-Archiv)
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