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Krafttraining


Da habe ich - und Sie vielleicht auch - schon wieder ein Bild vor Augen: Arnold Schwarzenegger oder andere Michelin-Männchen, die sich vor lauter Kraft nicht bewegen können, kein Hirn im Kopf haben und sich von Anabolika ernähren. Richtig?

Zugegeben, ich hatte auch mal so ähnliche Vorurteile. Bis ich zum ersten Mal ein Trainingsstudio von Kieser-Training betrat und ein Probetraining absolvierte.

Was mir begegnete, waren freundliche, kompetente Trainer in einer absolut nüchternen und sauberen Arbeitsumgebung. Kein Schnickschnack. Keine Bar, keine Sauna*. Stattdessen der Hinweis, man solle vor, während und nach des Trainings Leitungswasser trinken.

In wenigen, klaren Sätzen wurde mir das Trainingskonzept erläutert. Mir war sofort klar: hier unterschreibe ich. Der erste Vertrag lief über ein Jahr und ich habe ihn um zwei weitere Jahre verlängert, mittlerweile schon zum zweiten Mal.

Was Werner Kieser, der übrigens alle Anfragen seiner Kunden persönlich beantwortet, in seinem Buch schreibt, kann ich voll und ganz bestätigen:

"Das Unternehmenskonzept von Kieser Training wird selbst von Kritikern mit positiv besetzten Attributen wie "Klarheit", "Transparenz", "Effizienz" versehen. ... Das Profil der Kieser-Kunden : Es sind Menschen mit kritischem Blick und wachem Verstand. ... Die Kieser-Betriebe sind weder Orte der Begegnung, noch solche der Selbstfindung."

Das ist momentan der einzige Punkt, in dem ich Herrn Kieser widersprechen möchte. Es hat für mich persönlich durchaus etwas mit "Selbstfindung" zu tun, wenn ich an einer Kraftmaschine bis an die Belastungsgrenze meiner Muskelstränge gehe. Ich habe mich selbst im Lauf der Jahre ein bißchen besser kennengelernt - weiß jetzt, wann ich tatsächlich an die Grenze gehe, wann ich versuche auszuweichen und wann es für mich zu viel wird. Mittlerweile habe ich endlich die Rückenmuskulatur aufgebaut, die ich viele Jahre schmerzlich vermißte und bin zum "Erhaltungstraining" übergegangen, muss mich also nicht mehr bis an die absolute Grenze bewegen.

Die Begegnung mit dem inneren Schweinehund und der Sieg über die eigene Bequemlichkeit war und ist für mich Persönlichkeitsentwicklung par Excellence.

Untermauert wird das Kieser-Trainingskonzept auch durch folgende Meldung:

Dreimal kurz trainiert ist so gut wie einmal lang
Lange Trainingseinheiten sind möglicherweise gar nicht nötig, um fit zu bleiben. Drei kurze, flotte Übungsrunden von etwa zehn Minuten schaffen genauso einen Ausgleich für Menschen, die hauptsächlich im Sitzen arbeiten. Das berichten britische Forscher in der Fachzeitschrift "Medicine & Science in Sports & Exercise" (Bd. 34, S. 1468).

Quelle: Bild der Wissenschaft

In Werner Kiesers Buch stehen noch viele interessante Dinge. Einige möchte ich hier noch veröffentlichen, aber wer nicht so lange warten möchte, kann sich das Buch auch holen
Die Seele der Muskeln
oder bei www.kieser-training.de vorbeischauen.

* Wie in der Einleitung erwähnt halte ich Saunagänge für äußerst günstig, um das Immunsystem zu trainieren. Für mich persönlich ist jedoch die Verbindung von Training plus Sauna eher ein Hinderungsgrund, da ich gerne in weniger als einer Stunde etwas Gutes für mich tun möchte. Wüßte ich von vorneherein, dass ich zwei Stunden benötige, ist die Hemmschwelle in ein Studio zu gehen (bei mir) viel größer - und beinhaltet das Risiko, dass ich vielleicht gar nicht zum Training gehe. Natürlich ist alles eine Frage des Geschmacks und der Selbstdisziplin...

 

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