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Schamanische Reise - Blockaden

Viele Menschen haben anfangs Schwierigkeiten, ihr Krafttier zu finden. Manche sehen überhaupt keine Tiere, andere sehen gleich einen halben Zoo. Viele haben Probleme sich zu entspannen, oder es kommen Ängste hoch. In solchen Fällen empfiehlt es sich, ganz langsam und behutsam vorzugehen - oder, wenn die Ängste zu groß sind, mit den schamanischen Reisen so lange aufzuhören, bis man sich wieder stabil genug fühlt. Das hat nichts mit Versagen zu tun. Setzen Sie sich keinesfalls unter Druck, auch wenn Ihre Freundinnen und Bekannten oder andere Kursteilnehmer schon ums Lagerfeuer tanzen und scheinbar in irgendwelche höheren Sphären abdriften - Ihre Botschaft ist in so einem Fall eben eine andere. Das wichtigste ist: Geduld. Vor allem: Geduld mit sich selbst.

Das Nicht-Finden des Krafttieres bedeutet in den meisten Fällen, dass Sie noch ein wenig Arbeit an sich selbst zu leisten haben, dass es vielleicht zuerst noch Dinge auf anderen Ebenen der Persönlichkeit zu klären gibt. Die Suche nach dem Krafttier ist der Beginn dieser "Arbeit". Arbeit klingt nach Anstrengung. Manchmal kann es auch anstrengend sein, sich selbst zu begegnen. Und deshalb müssen Sie Schritt für Schritt vorgehen.

 
     

Erlebnisse aus der Kindheit, über Jahre eingeschliffene, unbewußte Denk- und Gefühlsmuster können einer Begegnung mit dem Krafttier im Weg stehen. Diese Hindernisse können sachte und behutsam aufgelöst werden, wenn Sie es möchten. Ihr Krafttier ist da - es wird Sie auf Ihrem Weg begleiten und sie beobachten, auch wenn Sie es nicht sehen können. Und wenn es dann so weit ist, findet die Begegnung statt.

Das Arbeiten oder der Kontakt mit Krafttieren läuft nur selten über verbale Botschaften, obwohl es auch vorkommen kann, dass man z.B. eine Stimme hört oder eine Information bekommt, die sich sofort in Sätze fassen lässt. Kontakt ist auch Sichtkontakt, Berührungskontakt und nicht zuletzt Gefühle, die sich einstellen.

Schamanische Reisen stammen ursprünglich aus einer spirituellen Tradition, in der sich nur der Schamane, also ein ausgebildeter, erfahrener Priester auf den Weg machte. Heutzutage ist es in Mode, mal schnell sein Krafttier zu suchen, vielleicht noch ein bißchen Liebeszauber oder schwarze Magie und nächste Woche irgend etwas anderes. Was in den meisten Seminaren abläuft, ist eine "Super-Light"-Version, über die echte Schamanen erhaben sind. Ich sehe diesen aktuellen Trend als einen Versuch, sich dem alten Wissen anzunähern und das Bewußtsein dafür (wieder) zu schaffen. Doch dabei ist in jedem Fall mit großer Umsicht vorzugehen. Selbst bei einer solchen "Light-Version" können bei sensiblen Menschen tiefgehende psychische Prozesse ausgelöst werden. Und nach einem Wochenend-Seminar ist vielleicht niemand mehr da, der diese Prozesse dann auffangen und begleiten kann. Deshalb der Rat: gehen Sie nur in die Tiefe, wenn Sie sich stabil genug fühlen oder jemanden an Ihrer Seite haben, der Sie in so einem Prozess begleiten kann. Wenn Sie sich unsicher fühlen, Zweifel oder Ängste haben, dann verzichten Sie getrost auf irgendwelche Experimente - und imaginieren Sie Dinge, die Ihnen Kraft geben.

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