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Der
Spiegel
Der Spiegel steht für den einsichtigen Intellekt, der die
Realität reflektiert. Er stellt eine geläufige Allegorie der
Selbstbetrachtung dar (vgl. Schopenhauer: „Man muss dem unbewussten
Willen den Spiegel vorhalten, damit er sein Gesicht erkenne“).
Man schaut im Traum in den Spiegel, um sich seiner eigenen Identität
zu versichern. Sieht man im Spiegel nicht sein echtes, sondern
ein Scheinabbild, so verweist der Spiegel auf die Phantasiewelt
und das Scheinleben. |
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Im
Spiegel sieht man evtl. auch sein wahres Wesen. Der Spiegel gilt
als Attribut der Narren. Narren mit Spiegel sind häufig im 16. und
17. Jahrhundert dargestellt worden (Vgl. z.B. Hans Holbein d.J.
"Narr mit Spiegel"). Er deutet auf die Eitelkeit als eine der sieben
Hauptsünden hin. Das Traumsymbol des Spiegels sollte im Detail analysiert
werden, es ist fast immer wichtig.
| Stichworte:
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Identität,
Willen, Intuition |
| Symbolische
Bedeutung: |
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Das
Gesicht ist ein Symbol der Identität, aber auch des Willens
und der Intuition. Der Gesichtsausdruck steht für die seelische
Befindlichkeit des Träumers, für seine Selbstachtung und Selbsteinschätzung.
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| Unbekanntes
Gesicht: |
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verdrängte
Eigenschaften. |
| Entstelltes
Gesicht: |
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Wut,
Aggression, Angst. |
| Verzerrtes
Gesicht: |
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innerliche
Unruhe. |
| Undeutliches
oder schemenhaftes Gesicht: |
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Ausdruck
der Identitätssuche |
| Geschichten
und Märchen |
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Schneewittchen
("Spieglein, Spieglein an der Wand...")
Geschichten
bei betrachtenswert
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