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Hirnforschung:
Auch Vernunft-Entscheidungen trifft man im Bauch
Bei Entscheidungen werden emotionale Hirnzentren aktiv. Bei
Entscheidungen verlassen sich Menschen ganz auf ihre Gefühle.
Das gelte auch für so genannte rationale Entschlüsse, sagte
der Hirnfoscher Dean Shibata auf dem Jahrestreffen der Radiologischen
Gesellschaft von Nordamerika in Chicago.
Der
Wissenschaftler von der Universität Washington beobachtete
die Hirnprozesse von Menschen, die sich entscheiden mussten.
Die Probanden waren dazu angehalten, sich Fragen wie "Soll
ich mich im Auto angurten?" durch den Kopf gehen zu lassen.
"Das scheint eine rationale Entscheidung zu sein. Das Angurten
schützt bei einem Autounfall", sagt Shibata. Dennoch fand
er, dass die Probanden die Frage mit ihren emotionalen Hirnregionen
beantworteten. So stieg im Entscheidungsprozess die Aktivität
in einem vorderen Hirnzentrum, das Gefühle hervorruft. Ähnliche
Ergebnisse haben auch Studien mit Patienten ergeben, bei denen
ein Gefühlszentrum im Gehirn defekt war. Diese hatten ein
normal funktionierendes Gedächtnis und konnten abstrakte Probleme
lösen. Mussten sie aber eine persönliche Entscheidung treffen,
etwa wann sie zum Arzt gehen sollen, waren sie überfordert,
fand der bekannte Hirnforscher Antonio Damasio von der Universität
von Iowa. Die Patienten seien dann in unendlichen Gedankenschleifen
gefangen.
Quelle:
Bild der Wissenschaft
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