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Was wir uns alles einreden...

"Ich würde ja so gerne, aber... "

Wer kennt diesen Satz wohl nicht? Gehört er auch zu Ihrem Standard-Repertoire? Wie geht er weiter?

In einem der ersten betrachtenswert-Newsletter ging es um das Thema "Glaubenssätze". Das sind auch so Sätze wie:

  • bei mir funktioniert das sowieso nicht, oder
  • ich kann das nicht

Diese negativen Botschaften an uns selbst schränken uns massiv ein und blockieren unsere kreative Entfaltung. Wir haben diese Sätze irgendwann einmal gehört und übernommen, und nun wiederholen wir sie ständig - in Gedanken oder im Gespräch mit anderen Menschen. Dabei haben wir uns mittlerweile längst weiter entwickelt und die Sätze treffen gar nicht mehr zu. Vielleicht haben sie noch nie gestimmt und wir haben das übernommen, was uns andere Leute einreden wollten, damit sie es leichter mit uns haben...


Was können wir tun?

 

Pinseleimer

Foto: Ursula Eckbauer

Genau zuhören, wenn wir uns selbst oder anderen etwas über uns erzählen. Welches Werturteil geben wir über uns selbst dabei ab? Welches Bild haben wir von uns und von dem, was wir tun? Egal wo dieses Bild herkommen mag - eine traurige Kindheit ist eine Erklärung, aber der Blick nach hinten führt selten nach vorne. Wenn wir uns dabei ertappen, dass wir mal wieder schlecht über uns selbst denken oder sprechen, können wir zwei Dinge tun:

  • uns fragen, ob das wirklich stimmt, und
  • wir können uns ganz sanft korrigieren: "Was bin ich blöd!!!" könnte beispielsweise lauten: "Diesmal hab ich mich dumm angestellt - nächstes Mal läuft's anders."
    Mit solchen Sätzen könnt ihr euch selbst Mut machen und Veränderungen einleiten.

Erfolgreiche Menschen haben viele positive Glaubenssätze, wie z.B. "Ich schaffe das!" Findet möglichst viele positive Botschaften, die ihr guten Gewissens akzeptieren könnt. Ebenso wichtig ist es, die Anerkennung, die ihr von anderen erhaltet, auch anzunehmen. Es ist üblich, Bescheidenheit zu demonstrieren, doch wer auf Lob und Zustimmung immer nur verschämt reagiert und meint, das sei doch nicht der Rede wert, wertet sich unnötigerweise selbst ab.
Es handelt sich um eine starres Ritual, das nicht mehr zeitgemäß ist.

 

Übung:

  1. Achten Sie in der nächsten Zeit genau auf das, was Sie anderen über sich erzählen:
    sind negative Botschaften dabei?
    Falls ja: überlegt Sie sich, wie eine positivere Botschaft lauten könnte.

  2. Wenn etwas misslingt - wie gehen Sie mit sich selbst um? Schimpfen Sie sich selbst aus?
    Falls ja: seien Sie ausnahmsweise ein bißchen netter zu sich selbst - und spüren Sie den Unterschied, wie es sich anfühlt, ohne Schelte davon gekommen zu sein.

  3. Wenn jemand Sie lobt, akzeptieren Sie dieses Lob, z.B. mit einem "Danke, das freut mich wirklich sehr!" oder einem anderen Satz, der für Sie paßt. Selbst wenn Sie das Gefühl haben, jemand will Ihnen nur schmeicheln - probieren Sie es einfach aus. Und noch etwas: Eigenlob stinkt nicht! Wenn Sie etwas gut gemacht haben, dürfen Sie auch stolz darauf sein.

Ihr Feedback ist immer erwünscht. In der betrachtenswert-Diskussionsliste können Sie Ihre Erfahrungen auch mit anderen Besuchern austauschen. Beitreten...

 

Man hat uns gelehrt zu glauben,
dass das Negative mit dem Realistischen
und das Positive mit dem Unrealistischen
gleichzusetzen sei.


Susan Jeffers

 

  Farbgläser
    Foto: Ursula Eckbauer

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