Zauberwörter
Wer
würde nicht gerne zaubern können?
Zauberer benutzen unter anderem Zaubersprüche, sogenannte
"magische Formeln", die meistens streng geheim sind.
Wo würden Sie nach einem Zaubermittel suchen? Bevor Sie
lange rätseln verrate ich es Ihnen: echte Zaubermittel
sind völlig unscheinbar und liegen offen herum.
Zu diesen Zaubermitteln gehören kleine Wörter, deren
Verwendung unsere persönliche Entwicklung begünstigen.
Zwei möchte ich Ihnen hier vorstellen: "aha"
und "und" |
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Das
Wörtchen UND
Wenn wir uns mit Menschen unterhalten, und unseren eigenen Standpunkt
vertreten, grenzen wir uns durch das aber ab. Ein typischer
Satz lautet: Du hast recht, aber...
Das aber errichtet eine Barriere. Es macht das vorher Gesagte
zunichte, im Sinne von: "Du hast recht, aber ich (oder andere)
haben rechter".
Das Gegenüber wird sich angesichts eines aber genötigt
fühlen, die eigene Position noch deutlicher zu machen - und
aus einer Diskussion kann leicht ein Streit werden. Wenn Sie eher
darauf aus sind, eine offene oder diplomatische Haltung einzunehmen
- auch im inneren Dialog sich selbst gegenüber - achten Sie
auf die vielen abers in Ihrem Leben, und ersetzen Sie sie
probeweise durch das und. Dieses kleine Wörtchen ist
nämlich in der Lage, auch widersprüchliche Positionen
zu verbinden. Zwei Möglichkeiten stehen gleichberechtigt nebeneinander
und konkurrieren nicht um eine Vorherrschaft: "Du hast recht
- und ich sehe da noch einen weiteren Aspekt an dieser Sache..."
Wenn wir uns daran gewöhnen können, häufiger das
Wort und anstelle von aber zu verwenden, können
wir uns vom allseits so beliebten Schwarz-Weiss-Denken allmählich
lösen. Es gibt meistens mehr als zwei Möglichkeiten, Dinge
wahrzunehmen. Das Wörtchen und macht uns im Umgang mit
anderen Menschen reicher und toleranter. Probieren Sie es aus! Ähnlich
wie das und funktioniert das Wörtchen
AHA
- wieder was gelernt?
Aha entfaltet seine besondere
Wirkung, wenn man jemandem zuhört und noch mehr Informationen
möchte, oder wenn etwas nicht so ist, wie wir es gerne hätten,
oder gar wenn etwas richtig schief geht und uns Worte wie "Mist"
oder "Sch..." auf der Zunge liegen.
Wenn wir in solchen Situationen das Wörtchen aha verwenden,
spüren wir innerlich einen Unterschied: Wir fühlen uns
höchstwahrscheinlich nicht so unwohl, denn das aha gibt
eine Lernchance, eine Wiederholungsmöglichkeit. Sie verurteilen
sich damit nicht selbst, sondern stellen zunächst einfach nur
fest, was war.
Wenn Sie demnächst mal wieder fluchen wollen, oder Sätze
wie "das kann ich nicht", "das ist schwer",
"ich habe keine Lust", dann ersetzen Sie auch diese durch
aha. Wenn Sie den kleinen Zauberwörtern Raum geben,
werden Sie selbst in Ihrem Leben zum Magier...
Der
AHA-Tipp stammt aus dem Buch von Christian Maier: Spielraum
für Wesentliches
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